Wie können Praxis und Wissenschaft zusammenarbeiten, damit der Transfer von gemeinsam erarbeiteten Erkenntnissen in die Praxis gelingen kann? Um diese Frage ging es im Workshop des BMBF-Fachreferat Empirische Bildungsforschung am 19. Februar 2024 im Bildungsministerium für Bildung und Forschung in Berlin.

In ihrem einführenden Input wies Anika Duveneck darauf hin, dass nachhaltiger Transfer im Bildungsbereich ein aktiver, komplexer, von subjektiven Deutungskonzepten geprägter Prozess ist, der wechselseitige Lern- und Verständnisprozesse erfordert. Dass Transferarbeit in Projekten oft nicht die erwartete Wirkung erziele, führte sie auf noch unterentwickelte Bedingungen für Zusammenarbeit zwischen Zuständigkeitsbereichen wie Wissenschaft und Praxis zurück. Daher plädierte sie dafür, diesen Umstand bei der Unterstützung und Förderung gezielt zu berücksichtigen und langfristig durch die Aufwertung von Zusammenarbeit in den Anerkennungsstrukturen der beteiligten Systeme zu überwinden.

Anschließend vertieften die Teilnehmenden die Auseinandersetzung mit Anforderungen an nachhaltigen Transfer in Kleingruppen. Abgerundet wurde der Workshop durch eine Plenumsdiskussion, auf der auch Ministerialdirigent und Leiter der Unterabteilung Bildungs- und forschungspolitische Grundsatzfragen Dr. Stefan Luther beteiligt war. Die Kurzdokumentation der Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden.