Monat: August 2025

Wissen geht raus zum Abbau von Bildungsbarrieren

Unter dem Titel „Handlungsräume zwischen Zuständigkeiten erschließen – Bildungsbarrieren abbauen. Forschungseinblicke zu den Potenzialen kommunaler Steuerungs- und Gestaltungsmöglichkeiten“ stellte Dr. Anika Duveneck am 7. August 2025 zentrale Ergebnisse der Förderrichtlinie zum Abbau von Bildungsbarrieren vor.

Nach einer Einführung in die Förderrichtlinie und einem Überblick über die geförderten Projekte fasste Anika Duveneck deren Ergebnisse aus Perspektive des Meta-Vorhabens ABIBA|Meta für die Teilnehmenden aus der kommunalen Praxis zusammen: Alle Studien zeigen, dass die Lebenswelten junger Menschen berücksichtigt werden müssen, um Bildungsbarrieren verstehen und abbauen zu können. Weiter geben sie Hinweise darauf, dass diese Anforderung in den Zuständigkeiten des Bildungssystems nicht abgedeckt wird. Um zu verhindern, dass junge Menschen „durch’s Netz rutschen“, kommt es darauf an, offene Bedarfe zwischen den Zuständigkeiten institutionell abzudecken.

Diskrepanz zwischen Anforderungen an und Strukturen für gelingende Bildungsprozesse

Kommunale Steuerungs- und Gestaltungsmöglichkeiten weisen demnach Potenziale zum Abbau von Bildungsbarrieren auf, indem sie darauf abzielen, Handlungsspielräume zwischen institutionellen Zuständigkeiten zu erschließen, um jungen Menschen unabhängig von ihrer sozialer Herkunft Bedingungen für gelingende Bildungsprozesse bieten zu können. Über die Frage, wie diese Ergebnisse aus Perspektive der kommunalen Praxis eingeschätzt werden und wie die Förderrichtlinie dazu beitragen kann, die Potenziale praktisch fruchtbar zu machen, ging es im zweiten Teil der Veranstaltung. Der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis soll bei der Aufbereitung der Ergebnisse durch das Meta-Vorhaben weiter fortgesetzt werden.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe „Wissen geht raus“ der Fachstelle Bildung | Entwicklung | Raum | Integration | Demokratie (FaBERID) des Fachnetzwerks für kommunales Bildungsmanagement des BMBFSFJ statt und wurde gemeinsam konzipiert.

Zusammenarbeit in der musikalischen Bildung

Kooperation und Zusammenarbeit sind auch im Bereich der Musikschulen ein Thema von zunehmender Bedeutung. Daher führte der Landesverband der Musikschulen in NRW (LVdM e.V.) am 4. Juli 2025 einen Fachtag zum Thema „Musikschule im Dialog. Erfolgreiche Zusammenarbeit für musikalische Bildung“ durch. Die Veranstaltung begann mit einem Input von Dr. Anika Duveneck, die digital in die Musikschule Hamm dazugeschaltet wurde.

Sie ging ganz grundsätzlich auf das Thema Zusammenarbeit zwischen Zuständigkeiten im Bildungsbereich und die Bedeutung von Lern- und Verständnisprozessen als häufig übersehene Voraussetzungen gelingender Kooperation ein. Anschließend wurde die Auseinandersetzung mit dem Thema immer stärker auf die konkrete Situation der Musikschulen in NRW ausgerichtet. Eine Dokumentation der Veranstaltung ist in Kürze verfügbar.