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Perspektivwechsel im Kurz-format – Workshop auf der Bildungsforschungstagung 2021

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Die Methode „Perspektivwechsel“, die im Rahmen des Dialogforum Bildungslandschaften NRW für Fachtage entwickelt wurde, gibt es nun auch im Kurzformat!

Im Rahmen des Forums „Veränderungsprozesse multiprofessioneller Zusammenarbeit in Bildungseinrichtungen“ der BMBF-Bildungsforschungstagung wurde den Teilnehmer*innen des Workshops ein Bildungslandschafts-Szenario, präsentiert, das beim Perspektivwechsel in vertauschten Rollen durchgespielt wird. Sie konnten sich eine Rolle aussuchen, die sie einnehmen würden (z.B. Schulleitung, Mitarbeiter*in Jugendamt, Schulsozialarbeiter*in…), und dann anhand eines kleinen Fragebogens mit ihrem Wissen darüber auseinandersetzen: Wer sind die Vorgesetzten, was der Auftrag, und welche Position würden sie im Szenario vertreten?

Die Auswertung des Mini-Perspektivwechsels erwies sich als äußerst ergiebig und zeigte: Die Methode lässt sich auch als Impuls für kürzere Arbeitsphasen nutzen! Die Unterlagen sind in der Bearbeitung und werden in absehbarer Zeit online bereit gestellt.

Viertes Netzwerktreffen

Am 10. Dezember fand das vierte Treffen des Netzwerks zur Zukunft des weiten Bildungsbegriffs statt!

Vertreter*innen aus der Bildungslandschaftsforschung und Transferagenturen zum Kommunalen Bildungsmanagement und Ganztag kamen online zusammen, um gemeinsam zu bilanzieren, welche Wirkungen unsere Arbeit in der Praxis zeigen, und zu diskutieren, wie sich die Erfahrungen zum Anspruch verhalten, den wir an Bildungslandschaften und andere multiprofessionelle Bildungsansätze stellen. 

Bei der Diskussion wurde deutlich, dass die Arbeit zum weiten Bildungsbegriff vor allem strukturelle und professionelle Wirkungen erzielt, sich aber auch politische Wirkungen und zumindest bessere Voraussetzungen für pädagogische Wirkungen feststellen lassen.

Ausschnitt des Padlets zu den Wirkungen unserer Arbeit

Die Diskussion umkreiste das Verhältnis dieser Wirkungen zum Anspruch der Debatte auf Adressat*innenorientierung:
*Sind die Wirkungen Mittel zum Zweck, oder gilt es, sich davon zu lösen und ihren Eigenwert zu betonen?
*Welche Bezeichnung wäre dafür angesichts der „Vorbelastung“ des Begriffs der Wirkungen (sowie der Wirkungsorientierung) angemessen?
*Oder geht es vielmehr darum, sich vom Konzept „Bildungslandschaft“ als (zu) großer Rahmen für eine Vielfalt verschiedenster Maßnahmen zu lösen und stattdessen einzelne, besser abgrenzbare Maßnahmen in den Blick zu nehmen?
Die Dokumente sind für die Teilnehmenden hier zugänglich (Passwortgeschützt)

Das nächste Treffen ist für das Frühjahr 2021 geplant; voraussichtlich wieder online. Die Idee ist es, anhand konkreter Maßnahmen auf pädagogischer und struktureller Ebene
*zu verfolgen, welche Wirkungen erzielt werden sollen und welche erzielt werden
*über angemessene Begrifflichkeiten nachzudenken
*und über die Bedeutung von Dachbegriffen wie Bildungslandschaften: Inwiefern braucht es Sie? Sind sie mehr als die Summe Ihrer Teile? Oder ist der Blick auf die Teile entlastend?

NAVIGIERT UNS! – Anwender*innenworkshop des „Kompass Bildungslandschaften“

Mit dem Projekt „Kompass Bildungslandschaften“ geht der Landesjugendring NRW neue Wege: Das Team aus den Projektleiterinnen Anika Duveneck und Karina Schlingensiepen-Trint sowie Mitarbeiterin Kassandra Dahlmann entwickelt ein interaktives Online-Tool für Akteur_innen der Jugend(verbands)arbeit in NRW. Der Kompass zielt darauf ab, sie bei der Navigation durch den Nebel der kommunalen Bildungs- und Beteiligungsstrukturen und der Suche nach individuellen Wegen in Richtung Bildungslandschaft zu unterstützen.

Moderator Peter Bednarz in einer Kleingruppe

Damit das Navigationsinstrument in der Praxis funktioniert, kamen zukünftige Nutzer_innen am 23. September 2020 auf dem Eventschiff „Herr Walter“ in Dortmund zum Workshop „Navigiert uns!“ zusammen. Ausgehend von der Frage, was sich Haupt- und Ehrenamtler_innen aus verschiedenen Bereichen der Jugendarbeit unter Bildungslandschaften vorstellen, diskutierten die Teilnehmer_innen intensiv in Kleingruppen, inwiefern sie ein Navigationsinstrument gebrauchen können und auf welche Fragen der Kompass Antworten geben soll. Darüber hinaus erörterten sie, wie sich die Technik am besten in ihren Arbeitsalltag integrieren lässt und wann der Kompass erfolgreich ist. Mit an Bord waren Vertreter_innen der Agentur „Mammut Media“, die für die technische Umsetzung des Instrumentes zuständig ist sowie Peter Bednarz für den Vorstand des Landesjungendrings NRW.

Im Anschluss an die Gruppenphase fassten die Teilnehmer_innen noch einmal zusammen, was das Kompass-Team für die Realisierung des Navigationsinstrumentes mitnehmen kann. Die Ergebnisse werden nun ausgewertet und bei der weiteren Entwicklung des Transfer- und Distributionskonzeptes konsequent berücksichtigt.

Abschlussrunde an Bord

Mehr Fotos gibt’s hier

Der Bericht wurde erstmalig auf der Seite des Landesjungendrings NRW veröffentlicht: https://www.ljr-nrw.de/navigiert-uns-anwender_innen-workshops-des-kompass-bildungslandschaften/

Der Kompass wird mit Mitteln des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration gefördert. Das Projekt läuft bis Dezember 2021.

Für weite Bildung in der Praxis: Der Perspektivwechsel für die Fläche

Alle Beteiligten in Kommunalen Bildungslandschaften wollen ein weites Bildungsverständnis realisieren. Trotzdem sind Bildungslandschaften in der Praxis meist auf Schule ausgerichtet. Woran liegt das, und was braucht es, um in der Praxis ein weites Bildungsverständnis zu verwirklichen?

Dieser Frage hat sich das Dialogforum Bildungslandschaften NRW, ein Zusammenschluss von Expert*innen aus Jugendarbeit, Politik, Verwaltung und Wissenschaft, angenommen. Die Antwort war die Gestaltung des Fachtages Zukunftsperspektiven jugendgerechter Bildungslandschaften, der 2019 in Essen durchgeführt wurde und mit der Methode „Perspektivwechsel“ arbeitete.

Beim Perspektivwechsel werden typische Problemstellungen aus der multiprofessionellen Zusammenarbeit in vertauschten Rollen bearbeitet. Dadurch erhalten die Teilnehmer*innen einen Einblick in die beteiligten Bereiche, reflektieren ihr Wissen darüber, können falsche Annahmen oder Missverständnisse direkt aufklären und erfahren, wie wichtig das Wissen von- und übereinander für die gemeinsame Zusammenarbeit ist. So kann das Verständnisgefälle zwischen dem Schulsystem, das relativ einheitlich strukturiert ist und das alle aus eigener Erfahrung kennen, und den vielfältigen, stark lokal geprägten Strukturen der non-formalen Bildung ausgeglichen werden: Praktische Grundlagenarbeit für ein weites Bildungsverständnis!

Nach der erfolgreichen Erprobung des „Perspektivwechsels“ arbeiten die im Dialogforum aktiven Wissenschaftlerinnen Dr. Anika Duveneck (FU Berlin), Karina Schlingensiepen-Trint (BU Wuppertal) und Dr. Stefanie Schmachtel (MLU Halle-Wittenberg) daran, das Konzept so aufbereiten, dass Interessierte es in Zukunft für die Gestaltung eigener Fachtage nutzen können!

Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Arbeitshilfe „Bildungsland-schaften“ der bkj erschienen!

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (bkj) hat eine neue Arbeitshilfe zu Bildungslandschaften veröffentlicht! Sie soll dabei helfen, Chancen und Grenzen für eine Beteiligung von Kinder- und Jugendarbeit, und damit auch der Träger der Kulturellen Bildung, an Bildungslandschaften auszuloten. Sie ist außerdem ein fachlicher Beitrag und Reflexionsimpuls für den weiteren Verständigungsprozess zu der Frage: Wie wollen wir Bildungslandschaften kinder- und jugendgerecht gestalten? In der Arbeitshilfe wirken auch einige Mitglieder aus dem Netzwerk zur Zukunft des weiten Bildungsbegriffs mit!

Mehr Infos zur Arbeitshilfe, zum Bestellen der gedruckten Ausgabe und den Link zum Download gibt es hier: https://www.bkj.de/news/neue-arbeitshilfe-der-bkj-zum-thema-bildungslandschaften/

Projekt „Kompass Bildungslandschaften NRW“ gestartet

Bildungslandschaften sind schon lange ein Thema in der Jugendarbeit. In der Praxis ist es jedoch häufig noch kaum angekommen: Zu unbefriedigend die bisherigen Erfahrungen, zu unübersichtlich die lokalen und landesweiten Strukturen. Hier setzt der „Kompass Bildungslandschaften NRW“ an: Das interaktive Online-Tool bietet den Akteuren der Jugendarbeit in NRW eine Navigationshilfe durch den Dschungel der kommunalen Bildungs- und Beteiligungsstrukturen und unterstützt sie bei der Suche nach individuellen Wegen

Anika Duveneck von der Freien Universität Berlin und Karina Schlingensiepen-Trint von der Bergischen Universität Wuppertal leiten das Projekt. Sie bringen ihre Kenntnisse aus der Bildungslandschaftsforschung und ihre Tätigkeiten als Koordinatorinnen in den Modellprojekten zu Jugendarbeit und Bildungslandschaften ein, auf denen der Kompass basiert. Dabei schlagen Sie neue Wege im Zusammenspiel von Wissenschaft und Praxis ein. Ziel ist es, die Erfahrungen aus den Modellprojekten und die Erkenntnisse aus der Forschung der Jugendarbeit in ganz NRW zur Verfügung zu stellen, um einen Beitrag zu jugendorientierten Bildungslandschaften zu leisten. Das Projekt ist beim Landesjugendring NRW angesiedelt und wird durch das MKFFI finanziert

Die „Lernende Stadt Gelsenkirchen“ in der Presse

Gleich zwei Zeitungsartikel geben einen Einblick in das Projekt „Lernende Stadt Gelsenkirchen“, das Anika Duveneck wissenschaftlich begleitet und auf die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Stadtgesellschaft setzt.

Der Artikel „Kommune neu denken“ aus dem Tagesspiegel vom 15. Februar ist hier zu finden: https://www.fu-berlin.de/presse/publikationen/tsp/2020/tsp-februar-2020/gelsenkirchen/index.html

Der Artikel „Die Hoffnung heißt Lernende Stadt“ ist am 31. Mai in der Südwestpresse erschienen und kann hier heruntergeladen werden

Das Projekt „Lernende Stadt Gelsenkirchen“ hat es als eine von acht Kommunen in die letzte Runde des BMBF-Wettbewerbs „Zukunftsstadt 2030“ geschafft. Bis 2022 dient es als Reallabor zur Umsetzung von „Zunkunftsbildung“, einem innovativen Bildungs- und Beteiligunsgansatz, der die Menschen in Gelsenkirchen auf den Umgang mit allen möglichen Zukünften vorbereiten soll.

Artikel zum weiten Bildungsbegriff

Stefanie Schmachtel hat gemeinsam mit Diana Handschke den Artikel „Der weite (ganztägige) Bildungsbegriff als konzeptionelle Grundlage für eine jugendgerechte Bildung? Eine kritische Würdigung“ veröffentlicht.

Zu finden ist der Artikel im Sammelband „Perspektive Ganztag?! Ganztägige Bildung mit Kultureller Bildung kinder- und jugendgerecht gestalten“, der letztes Jahr von Tom Braun und Kerstin Hübner herausgegeben wurde.

Mehr Infos dazu finden Sie hier: https://www.kopaed.de/kopaedshop/?pid=1195

Dokumentation Netzwerktreffen 07.11.2019 in Münster

Dossier und Mythos „Beteiligung in Bildungskonferenzen“

Im aktuellen Themendossier der Transferagenturen für Großstädte gibt es die erste Ausgabe der Rubrik „Warnhinweis: Mythen!“. Sie widmet sich Annahmen im Feld der Bildungslandschaften, die so überzeugend sind, dass sie kaum hinterfragt werden – in der Praxis jedoch häufig nicht aufgehen. Damit Bildungslandschaften nicht auf Mythen, sondern auf Wissen gründen, werden Erkenntnisse aus zehn Jahren Forschung zu Bildungslandschaften beigetragen.

In der ersten Ausgabe geht es um „Beteiligung in Bildungskonferenzen“

https://www.transferagentur-grossstaedte.de/sites/default/files/themendossier_bildungskonferenzen_2019.pdf

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