„Bildungsbarrieren entstehen nicht primär durch individuelle Defizite oder einzelne Angebote“ – so heißt die aktuelle Folge des Podcasts des Deutschen Bildungsservers, in dem es um Erkenntnisse aus der Bildungsforschung für die Bildungspraxis geht. Im Gespräch mit Christine Schumann gibt Dr. Anika Einblicke in die Ergebnisse der Förderrichtlinie zum Abbau von Bildungsbarrien, die zeigen: Es kommt nicht auf einzelne Maßnahmen, sondern auf Öffnungsprozesse im gesamten System an. Zudem stellt sie Transferprodukte vor, die gemeinsam mit Praxispartner*innen aus verschiedenen Bereichen entwickelt wurden, um dazu praktische Unterstützung zu bieten.
Am 4. Juni 2026 richtete das Bildungsbüro des Landkreises Stade ihre jährliche Bildungskonferenz zum Thema „Wissen. Handeln. Weiterdenken“ aus. Im Zentrum stand die Frage, welche Skills benötigt werden, um „souverän im Wandel“ agieren zu können.
In diesem Rahmen durfte Dr. Anika Duveneck in ihrer Keynote „Umfassend befähigen und gestalten – die Potenziale von Bildung für nachhaltige Entwicklung für Kommunen im Wandel“ aufzeigen, inwiefern BNE nicht nur Menschen zur aktiven Gestaltung ihrer Lebenswelten befähigt, sondern zugleich Strukturen für resiliente Kommunen befördert.
Foto: Landkreis Stade/Daniel Beneke
Den umfassenden Charakter von BNE und die Potenziale einer Verschränkung mit dem kommunalen Bildungsmanagement zeigte Anika Duveneck an konkreten Beispielen auf. Der Beitrag schloss mit einem Plädoyer dafür, gerade in schwierigen Zeiten auf BNE zu setzen. Eine Dokumentation der Veranstaltung mit den Vortragsfolien ist auf der Seite „Bildungslotse“ des Bildungsbüros des Landkreis Stade zu finden:
Die Transferprodukte des Metavorhabens zum Abbau von Bildungsbarrieren (ABIBA | Meta) sind da! Sie wurden im Austausch mit Praxispartner*innen entwickelt und sollen Beiträge zum Abbau von Bildungsbarrieren unterstützen.
Das Herzstück ist das Argumentationspapier „Bildung weiter denken“. Es greift zentrale Ergebnisse der Forschung zum Abbau von Bildungsbarrieren auf, die starke Argumente zur Weiterentwicklung professionellen Handelns und entsprechenden strukturellen Rahmenbedingungen liefern.
Am 21.05.2026 fand die Abschlussveranstaltung des Projekte ABIBA | Meta statt. Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch Stefanie Eckstein vom BMBFSFJ sowie Verbundleiter Prof. Dr. Kai Maaz und -koordinator Dr. Jan Scharf vom DIPF wurde der Sammelband mit den Ergebnissen zum Abbau von Bildungsbarrieren von Prof. Dr. Wolfgang Schroer von der Universität Hildesheim diskutiert.
Im Vortrag „Beiträge zum Abbau von Bildungsbarrieren durch Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis“ gaben Britta Buschmann und Dr. Anika Duveneck Einblick in Arbeit mit den Projekten, die in der Förderrichtlinie geforscht haben, sowie die Entwicklung der Transferprodukte Argumentationspapier und Ergebnisbroschüre, die gemeinsam mit Praxispartner*innen erfolgte.
Vortrag auf der Abschlussveranstaltunt (Foto: Katharina Damm)
Das Argumentationspapier war auch Gegenstand in einem der drei Workshops, die am Nachmittag stattfanden. Unter dem Titel „Vom Prozess zum Produkt in die Praxis – Zusammenarbeit von Wissenschaft und (kommunaler) Praxis für Öffnungsprozesse im Bildungsbereich“ rekapitulierten Britta Buschmann und Daniel März von der FaBERID die gemeinsame Entwicklung des Argumentationspapiers, um zentrale Wegmarken der Zusammenarbeit zu diskutieren und Raum für Reflexion über den Einsatz des Materials in den eigenen Kontexten gegeben.
Daniel März, Britta Buschmann und Anika Duveneck beim Workshop (Foto: Katharina Damm)
Ein Ergebnis ist klar: Der Abbau von Bildungsbarrieren kann nur durch gemeinsames Handeln von Forschung, Politik und Praxis gelingen. Die Tagung endete mit einer Diskussion über die Frage, wie das konkret aussehen kann. Eine Dokumentation der Veranstaltung auf der Homepage von ABIBA | Meta folgt, die Transfermaterialien können auf der Transferseite des Projektes heruntergeladen werden.
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